Um 12 Uhr
steigt langsam meine Nervosität. Wird alles wie vorgesehen klappen? Ist die
Schiffscrew der Primus-Linie über alles informiert? Wird genügend Platz sein
für den Auftritt von Ten Sing? Geht meine Berechnung für Kaffee und Kuchen auf?
Na, immerhin
ist das Wetter dank unseres Herrn schon mal mehr als einladend. Sonnenschein
und 25 Grad im Schatten. Am eisernen Steg angekommen, sehe ich dann auch sofort
„unser“ Schiff, die Primus. Auf den
ersten Blick für die knapp 100 Leute etwas klein, aber bei näherer Betrachtung
vollkommen ausreichend. Uff, mit dem Schiff stimmt schon mal alles, die
Schiffscrew ist auch sehr nett und kennt sich aus, jetzt können die Gäste
kommen.
13 Uhr.
Tatsächlich sind alle gekommen, die sich angemeldet haben, doch halt, da stimmt
etwas nicht. Ein paar Schiffsgäste sehen nicht aus wie echte CVJM’er. Und siehe
da, ein paar Besucher hatten sich vertan und waren versehentlich auf unser
Schiff gelangt. Schnell aussortiert und gerade noch mal gut gegangen. Schon
kurz nach eins, also Leinen los und ab geht’s in Richtung Hanau.
13.15 Uhr.
Kurz vor der Abfahrt hat mir der Kapitän noch mitgeteilt, dass die vorgesehene
Fahrtzeit von 2,5 Stunden nach Hanau-Steinheim doch sehr optimistisch ist. Na,
das kann ich ja jetzt bekannt geben. Nach der obligatorischen Begrüßung kann es
losgehen mit dem gemütlichen Teil an Bord. So wie es ausschaut, fühlen sich
alle wohl. Auf dem Oberdeck kann man sich sonnen, auf dem Unterdeck gibt es
eine Spielecke für Kinder und dazwischen ist Zeit für Gespräche und
gegenseitiges kennen lernen.

14 Uhr.
Alles läuft prima. Wir gondeln gemütlich Richtung Hanau und es ist wirklich
interessant, die verschiedenen Bauwerke entlang des Mains zu betrachten, die
man sonst aus dieser Perspektive ja nicht zu Gesicht bekommt.
15 Uhr. Der
Kapitän eröffnet mir, dass er soeben erfahren hat, dass der Main bei Hanau
aufgrund eines Wettbewerbes zwischen halb fünf und halb sechs für eine Stunde
gesperrt wird. Wir wollten eigentlich erst um halb fünf in Steinheim wieder
abfahren, um noch etwas Zeit an Land zu haben. Das geht nun nicht und wir
müssen schon um zehn nach vier wieder los. Also nur die Andacht auf der grünen
Wiese und gleich wieder an Bord. Na, es wird schon hin hauen.
15.30 Uhr.
Wir legen zwar an einem anderen Platz in Steinheim an, als ich mir gedacht
hatte, dafür erweist er sich als wie geschaffen für unsere Andacht: Grüne Wiese
und ein paar Zuschauer in Form von Radfahrern gibt es auch. Es läuft wie am
Schnürchen, ein großer Kreis ist schnell gebildet und die Lieder nebst
Gitarrenbegleitung kommen gut an.

16.10 Uhr.
Alle, auch die Ten Singer, sind scheinbar wieder an Bord und schon wird wieder
abgelegt. Ich übe gleich volles Vertrauen und zähle die Teilnehmer nicht nach.
Tatsächlich sind alle an Bord, wie sich dann heraus stellt, da niemand vermisst
wird.
16.30 Uhr.
Nachdem das Kuchenbuffet eröffnet ist kommt der Auftritt von Ten Sing. Der
Platz ist zwar etwas beengt, trotzdem funktioniert alles wie es soll. Ich finde
den gut 20-Minütigen Auszug aus ihrem Repertoire
wirklich gut, auch oder gerade weil sie gerade erst aus den Sommerferien
kommen. Anhaltender Beifall zeigt, dass alle Zuschauer recht begeistert sind.

17 Uhr.
Jetzt kommen die Wetten. Ich bin völlig gespannt, was alles präsentiert werden
wird. Als erster kommt der 11-jährige Lennart Block vom CVJM Reichelsheim: Er
wettet, das niemand an Bord einen längeren Kopfstand hinbekommt als er. Na gut.
Er schafft beeindruckende 75 Sekunden, was dazu führt, das niemand gegen ihn
antreten will. Die Wette über den am weitesten angereisten Teilnehmer stellt
ebenfalls Reichelsheim. Hier gibt es Konkurrenz: Ein Junge meldet sich, der aus
München kommt. Jedoch ist zurzeit eine Austauschschülerin aus Kanada in
Reichelsheim zu Gast, deshalb kann die Wette gewonnen werden. Die Eschborner
Wette besteht darin, dass sich für eine Minute an Jörg Frohwein fünf Kinder
klammern und er dabei „Einfach spitze, dass du da bist“ singt. Auch hier gibt
es keinen Gegenkandidaten, die Minute wird geschafft und die Wette gewonnen.
Der CVJM Frankfurt wettet, das es 4 Männern nicht möglich sei, ein Telefonbuch
gemeinsam auseinander zu reißen. Trotz der beträchtlichen Bemühungen der
durchaus kräftigen Freiwilligen schaffen sie es tatsächlich nicht. Somit ist
auch diese Wette gewonnen.
Nun folgt
die obligatorische Klatschprobe, die allerdings nicht wirklich eindeutig endet.
Somit ist die Entscheidung der Jury über die Verleihung der Preise, nämlich
Gutscheine für Mitarbeiterschulung zu 20, 30 und 50 Euro, nicht gerade einfach.
Dritte wird die Wette von Lennart Block vom CVJM Reichelsheim, zweite die
Telefonbuchwette des CVJM Frankfurt und den ersten Preis erhält der CVJM
Eschborn für die Wette mit Jörg Frohwein.
18.45 Uhr.
Schon sind wir wieder am eisernen Steg angekommen. Freundlicherweise dreht der
Kapitän mit der „Primus“ noch eine extra Runde, damit wir auch auf unsere
Kosten kommen. Als wir dann um 19 Uhr von Bord gehen, kriegt jeder noch eine
Packung CVJM-Dreiecke ausgehändigt. Der übrig gebliebene Kuchen kann auch noch
unter die Teilnehmer verteilt werden.
Auch die
Schiffscrew ist zufrieden und es stellt sich heraus, das einer von ihnen selbst
einmal bei Ten Sing mit gearbeitet hat.
Na Prima,
oder besser gesagt Primus. Alles hat super geklappt und verschiedene Teilnehmer
äußern sogar den Wunsch, solch eine oder eine so ähnliche Veranstaltung noch
mal zu wiederholen.
Na, wenn
das kein gutes Zeichen ist. Ein ganz herzliches Dankeschön geht an alle, die zu
diesem Ausflug beigetragen haben und ein ganz besonderer Dank gilt unserem
Herrn, ohne den die Veranstaltung sicher nicht so gut gelungen wäre.
: )
